Der Nationale Rat für tripartite Zusammenarbeit Bulgariens (das Arbeitgeber‑Gewerkschaften‑Staat‑Forum des Landes) hat ein Paket von Änderungsentwürfen zum Steuerrecht unterstützt, das eine neue Verbrauchssteuer auf leistungsstarke Pkw und eine schrittweise Anhebung der Mehrwertsteuer‑Registrierungsschwelle vorsieht. Die Ratssitzung fand am 23. Oktober statt; die Meldung wurde von der bulgarischen Nachrichtenagentur BTA berichtet und am 26. Oktober 2026 von InvestBulgaria zusammengefasst.
Wesentliche Elemente des Entwurfs
Nach dem Konsultationsentwurf des Finanzministeriums (öffentliche Konsultation lief vom 23. Sept. bis 23. Okt.) würde die vorgeschlagene Verbrauchssteuer für leichte Pkw mit einer Nennleistung von mindestens 250 kW gelten. Der Entwurf des Ministeriums sieht eine feste Abgabe an der 250‑kW‑Schwelle vor (als Beispiele im Entwurf: 5.000 € für ein gebrauchtes Fahrzeug und 10.000 € für ein neues Fahrzeug bei 250 kW) sowie einen schrittweisen Zuschlag für jedes kW oberhalb der Schwelle; bgplug hat die Staffel und Beispiele im Konsultationsdokument geprüft.
Der Entwurf besagt ferner, dass Hybridfahrzeuge für Verbrauchssteuerzwecke nach der Leistung ihres Verbrennungsmotors bewertet würden, während rein elektrische Fahrzeuge, Rettungswagen und bestimmte Spezialfahrzeuge von der neuen Verbrauchssteuer ausgenommen sein sollen — ein Punkt, der in den dem Treffen am 23. Oktober zugeschriebenen Aussagen der stellvertretenden Finanzministerin Lyudmila Petkova bestätigt wurde. Der tripartite Rat fügte redaktionelle Anmerkungen hinzu, bevor die Maßnahmen in den Haushaltsprozess 2027 übergehen.
Mehrwertsteuer‑Schwelle und parlamentarischer Weg
Der gleiche Entwurf sieht auch eine stufenweise Anhebung einer verpflichtenden Mehrwertsteuer‑Registrierungsschwelle für kleine Unternehmen vor: 60.000 € ab dem 1. Januar 2027, 70.000 € ab dem 1. Januar 2028 und 75.000 € ab dem 1. Januar 2029, so die Zusammenfassung des Finanzministeriums, die von InvestBulgaria zitiert wurde. Das Steuerpaket geht nun als Teil des Haushaltsprozesses 2027 weiter und bedarf parlamentarischer Abstimmungen und der endgültigen Ausarbeitung, bevor Maßnahmen Gesetz werden können.
Was das für den Markt bedeutet
(Schlussfolgerung) Die Entwurfsgestaltung — eine leistungsbasierte Festabgabe zuzüglich eines additiven kW‑Zuschlags, mit expliziter Befreiung von BEV und Hybriden, die nach Verbrennerleistung bewertet werden — schafft einen klaren rechtlichen Mechanismus, um leistungsstarke, luxuriöse und sportliche Verbrennerfahrzeuge bei der Einfuhr oder Erstzulassung zu erfassen, während vollelektrische Modelle vor der Abgabe geschützt würden. Das wird die Kostenkalkulation für Importeure, Händler und Käufer leistungsstarker Fahrzeuge beeinflussen, falls die Vorschläge im Haushaltsgesetz 2027 verankert werden. Die Schlussfolgerung beruht auf dem Konsultationstext des Ministeriums und der Unterstützung des Entwurfs durch den tripartiten Rat, wie berichtet.
Branchenverbände forderten in der Konsultation Klarstellungen: Der Verband der bulgarischen Automobilarbeitgeber (ASEB) drängte schriftlich auf eine explizite Befreiung für reine BEV und wies auf technische Messprobleme (Spitzen‑ vs. Dauerleistung) hin, die dazu führen können, dass einige elektrische und hybride Modelle in Zertifikaten über der 250‑kW‑Schwelle erscheinen. Konsultationstext und ASEB‑Antworten zeigen, dass Umsetzungsdetails — z. B. ob die vom Hersteller angegebene Spitzenleistung oder eine 30‑minütige Bewertung herangezogen wird — weiterhin Gegenstand der endgültigen Ausarbeitung sind.
Beamte und das Finanzministerium stellten die Maßnahme sowohl als Einnahmeerzielung als auch als gezielten Eingriff gegen sehr leistungsstarke/ Luxusfahrzeuge dar; der Entwurf kann jedoch im parlamentarischen Verfahren und der Haushaltsabstimmung noch geändert werden. Unternehmen, Händler und Fuhrparkbetreiber sollten den parlamentarischen Zeitplan und die endgültige Formulierung zur Definition von „Leistung“ sowie die genaue Verbrauchssteuerberechnung verfolgen, da diese Details bestimmen, welche Modelle und Importe betroffen sein werden.
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Quellen: InvestBulgaria, BTA, bgplug, OFFNews


