Der Morgenverkehr in Ljubljana ist leiser geworden. Der städtische Betreiber der slowenischen Hauptstadt, Ljubljanski potniški promet (LPP), hat 35 Mercedes-Benz eCitaro-Busse in Dienst gestellt — 25 batterieelektrische eCitaro, ergänzt um 10 Gelenkbusse des Typs eCitaro G mit Brennstoffzellenantrieb. Für eine mittelgroße EU-Hauptstadt ist das ein bemerkenswert klares Bekenntnis zur emissionsfreien Flotte — und eines, das Ljubljana vor vielen größeren westeuropäischen Städten positioniert, die noch über ihre ersten Null-Emissions-Ausschreibungen feilschen.
Der Einsatz geht laut Daimler weit über den bloßen Tausch von Dieselantrieben gegen Batterien hinaus. Die LPP hat eigene Lade- und Wasserstoffinfrastruktur aufgebaut und ihre Betriebsprozesse an die Fahrzeuge angepasst — Depotabläufe, Wartungsplanung und Umläufe wurden gleichzeitig auf zwei unterschiedliche Energiepfade neu ausgerichtet. Batterieelektrische und Brennstoffzellentechnologie parallel zu betreiben ist genau die Art operativer Komplexität, die viele Betreiber bewusst meiden; Ljubljana hat sich entschieden, sie zu meistern.
Die Busse treffen zu einem Zeitpunkt, an dem sich Sloweniens Ladekarte verdichtet. Ein separates Infrastrukturprojekt hat neue Ultra-Schnellladestationen auf kroatischen Autobahnen in Betrieb genommen, wobei der Ausbau ausdrücklich wichtige Verkehrswege in Kroatien und im benachbarten Slowenien umfasst — Kapazitäten, ausgelegt für Pkw wie elektrische Lkw entlang der Korridore, die die Adriaküste mit Mitteleuropa verbinden. Für Flottenplaner lautet die Botschaft: Fahrzeugbeschaffung und Korridorinfrastruktur schreiten in der Region inzwischen gemeinsam voran.



