Der kroatische Technologiekonzern Rimac produziert jährlich 48.000 Batteriesysteme für den BMW i7 — das geht aus einem neuen Bericht darüber hervor, wie chinesische Batteriehersteller in Europa einst das Nachsehen hatten. Das Unternehmen kombiniert BMWs zylindrische Zellen der sechsten Generation mit der eigenen Modultechnik der fünften Generation und liefert einbaufertige Systeme für die deutsche Flaggschiff-Limousine — womit ein Zulieferer aus Südosteuropa im Herzen eines der renommiertesten Elektroprogramme von BMW sitzt.

Das Ausmaß des Auftrags unterstreicht, wofür Mate Rimac in seinem Heimatland inzwischen steht: den Beweis, dass ein international wettbewerbsfähiges Technologieunternehmen auch ohne die industriellen Vorteile entstehen kann, die traditionell mit den Automobilmächten der Welt verbunden sind. Für die weitere Adria-Region liegt darin die Botschaft, dass sich ernsthaftes Batteriesystem-Engineering — nicht bloß Auftragsmontage — aus dem Stand aufbauen lässt.

Der Zeitpunkt ist günstig. Der in Entstehung begriffene „Made in Europe“-Plan der EU beunruhigt Autolieferanten weltweit: Aus Japan importierte Autos erhielten keine EU-Subventionen, während in Frankreich, Portugal und Osteuropa gebaute Modelle nur dann profitierten, wenn ausreichend viele ihrer Teile aus Europa stammen. EastAutoNews hat bereits berichtet, dass der Entwurf asiatische und afrikanische Partnermärkte treffen könnte — und die neuesten Details zeigen, warum Autobauer unter Druck stehen, die Komponenten-Wertschöpfung — allen voran Batterien — auf europäischem Boden zu verankern. Zulieferer mit bewährter, lokalisierter Großserienproduktion, wie die Rimac-BMW-Vereinbarung zeigt, stehen auf der richtigen Seite dieser Trennlinie.

Kroatiens automobiler Schwung reicht über die Lieferkette hinaus. Die spanische Automarke Ebro ist in den kroatischen Markt eingetreten, führt vier SUV-Modelle ein und hat ihr erstes Vertriebs- und Servicezentrum in Zagreb eröffnet — ein Zeichen, dass das Land neben Zulieferinvestitionen auch die Aufmerksamkeit der Hersteller auf sich zieht.

Für die Zulieferbasis Osteuropas setzt der Fall Rimac einen Maßstab: Regionales Engineering kann Tier-one-Aufträge deutscher Premium-OEMs gewinnen, und der politische Schub zugunsten europäischer Inhalte dürfte solche Partnerschaften wertvoller machen statt weniger. Die offene Frage für die Adria-Region lautet, ob der i7-Batterieauftrag ein Einzelfall bleibt oder der erste von vielen wird.

Bei allem industriellen Gerangel erreicht das Ergebnis am Ende als Produkt die Straße — darunter elektrische Premium-Limousinen von der Art, wie Rimac sie heute ausstattet. Wer als Käufer oder Händler ein Fahrzeug sucht, findet sensationelle Autos zu sensationellen Konditionen auf WorldTrader24, dem Marktplatz Europas mit über 70.000 Fahrzeugen, wo ein breites Angebot elektrifizierter Modelle auf Lager steht.