Rumänien hat den Betrieb in seinen Schwarzmeerhäfen Constanța, Midia und Mangalia eingestellt, nachdem ein schwerer Sturm über die Küste fegte – rund 30 Schiffe warten auf Ladearbeiten. Auch am Morgen des 3. November 2026 galten die Einschränkungen noch, was eines der wichtigsten Seetore der Region vorübergehend zum Erliegen brachte.
Der Zeitpunkt ist ungünstig. Europäische Lieferketten kämpfen ohnehin mit den Folgen der Hormus-Krise 2026, die die Energierouten im Nahen Osten durcheinanderbringt – eine Analyse von Kpler-Schifffahrtsdaten, die EUobserver veröffentlichte, zählte während der Turbulenzen 91 Ladungen, die die Europäische Union erhalten hatte. Vor diesem Hintergrund gewinnen Freihandelszonen in einem schwierigen Handelsumfeld laut Branchenberichten an Bedeutung, da Händler nach Flexibilität suchen, wie und wo sie Waren bewegen.
Dennoch bleibt der langfristige Ausblick für die Logistik in Mittel- und Osteuropa ambitioniert. In Verbindung mit einem neuen Bericht über Häfen und Freihandelszonen kündigte DHL an, bis 2030 mehr als 400 Millionen Euro in die Region zu investieren – mit besonderem Fokus auf Polen, einem Land, in dem das Unternehmen bereits seit Langem tätig ist. Für einen Korridor, den das Wetter gerade aus der Bahn geworfen hat, ist das ein gewichtiges Vertrauensvotum.



