Polens Neuwagenmarkt setzte seine Wachstumsserie im Oktober fort und legte im Jahresvergleich um 6,1 % auf 55.924 Einheiten zu. Damit steigt die Jahresbilanz auf 526.444 Zulassungen — ein Plus von 9,5 % gegenüber den ersten zehn Monaten 2025. Der Skoda Octavia führt die Verkaufscharts an, während Toyota mit 5,2 % im Gleichschritt mit dem Gesamtmarkt zulegte.

Der Dacia Duster war der Star des Monats: Seine Oktoberverkäufe schossen um 59 % nach oben — ein weiterer Beleg dafür, dass bezahlbare Kompakt-SUVs nach wie vor die Volumenmotoren der Region sind. Bemerkenswert ist, dass das Wachstum fast ausschließlich von Verbrennern und Hybriden getragen wird: Wie EastAutoNews zuvor berichtete, brachen die batterie-elektrischen Zulassungen in Polen im Oktober um 50 % ein — Benzin-, Diesel- und Hybridantriebe stemmen also die Hauptlast in einem Markt, der dennoch überzeugend wächst.

Die Zahlen des dritten Quartals der BMW Group liefern eine breitere Perspektive darauf, wie ungleichmäßig sich die Elektrifizierung ausbreitet. Jedes fünfte im dritten Quartal verkaufte BMW- und MINI-Fahrzeug war ein reines Elektrofahrzeug. In Europa entfielen batterie-elektrische und Plug-in-Hybrid-Modelle zusammen auf 46,9 % der Gruppenverkäufe im dritten Quartal — mit einem deutlich höheren PHEV-Anteil an diesem elektrifizierten Volumen als in anderen Regionen. In den USA hingegen machten Elektrofahrzeuge gerade einmal 4,7 % der Q3-Verkäufe von BMW, Mini und Rolls-Royce aus.

Der aussagekräftigste Datenpunkt für Osteuropa ist der Elektroanteil von 18 %, den BMW in den Märkten verzeichnete, die die Gruppe zu Asien-Pazifik, Osteuropa, Naher Osten und Afrika zusammenfasst. Das liegt deutlich unter dem elektrifizierten Anteil Europas — doch die Verkaufsdynamik der Region, mit Polens 6,1-%-Plus im Oktober als einem der deutlichsten Beispiele, zeigt: Händler können zwei Nachfragekurven gleichzeitig bedienen — heute starke Verbrenner- und Hybridumsätze und parallel dazu eine sich langsam aufbauende Premium-EV-Pipeline.

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