Der chinesische Batteriehersteller Gotion High‑Tech hat einen wichtigen Schritt zu einer vertieften industriellen Zusammenarbeit mit Volkswagen genommen: Die Aktionäre genehmigten am 20. Oktober Pläne zur Gründung von drei Joint Ventures mit der Batterieeinheit des Volkswagen‑Konzerns, PowerCo. Die Genehmigung wurde im dritten Quartalsbericht von Gotion am 29. Oktober offengelegt und am 4. November öffentlich berichtet. Das Paket umfasst Produktionsstandorte in Valencia (Spanien), Šurany (Slowakische Republik) und Kenitra (Marokko) mit einer kombinierten Investition von rund €3,22 Milliarden.

Struktur des Deals und Projektdaten

Nach dem vereinbarten Plan ist das Projekt in Valencia (Sagunto) das größte einzelne Element: Die dort bereits bestehende Gigafabrik von PowerCo soll in ein Joint Venture eingebracht werden, das auf etwa 29,1 GWh jährliche LFP‑Zellkapazität und eine Gesamtinvestition von rund €2,26 Milliarden ausgelegt ist. In Šurany, Slowakei, planen die Partner eine 8,4‑GWh‑LFP‑Zellfabrik mit geschätzten Kosten von etwa €480 Millionen; weitere €480 Millionen sind für eine LFP‑Kathodenmaterial‑Fabrik mit einer Kapazität von 100.000 Tonnen pro Jahr in Kenitra vorgesehen. Gotion wird in den slowakischen und marokkanischen Ventures voraussichtlich 51 % halten, PowerCo 49 %; in Valencia wird PowerCo 51 % halten.

Die Pressemitteilung von Volkswagen betont, dass die Vereinbarung eine Partnerschaft erweitert, die 2020 begann und darauf abzielt, die industrielle Produktion von LFP (Lithium‑Eisen‑Phosphat)‑Zellen und die lokale Kathodenversorgung in Europa zu etablieren. Thomas Schmall, Vorstandsmitglied von Volkswagen und Vorsitzender des Aufsichtsrats von PowerCo, bezeichnete den Schritt als „einen großen Durchbruch“, der die europäische Batterieindustrie stärkt. Gotion‑Vorsitzender Li Zhen sagte, der Deal verankere eine gemeinsame Strategie zur Lokalisierung der Produktion für den europäischen Markt.