Auf Sloweniens Straßen darf das Auto bald mehr der Fahrarbeit übernehmen — aber die Antwort geben wird es nie. Staatssekretär Marko Dvornik hat nun präzise dargelegt, wie Ljubljana mit Teslas Full Self-Driving umgehen will: mit offener Tür und fester Hand am Lenkrad.
Der formale Schritt erfolgte am 7. September 2026, als Slowenien die niederländische vorläufige Zulassung von Teslas FSD anerkannte. „Slowenien unterstützt die Einführung fortschrittlicher Fahrerassistenztechnologien, wobei die Verkehrssicherheit unsere oberste Priorität ist“, sagte Dvornik in einem Interview. Die Formulierung ist bewusst doppelschneidig: eine offene Einladung zur Innovation, bei der Sicherheit der nicht verhandelbare Eintrittspreis ist.
Was das in der Praxis bedeutet, fasst der Satz zusammen, der die Debatte prägt: „Sie bleiben voll verantwortlich.“ Wer das System aktiviert, behält die volle Verantwortung für das Fahrzeug — gegenüber dem Gesetz, dem Versicherer und allen anderen auf der Straße. In Sloweniens Lesart ist FSD Assistenz, keine Autonomie, und kein Over-the-Air-Update verlagert die Sorgfaltspflicht vom Menschen auf die Maschine.
Für den regionalen Handel ist diese Klarheit die eigentliche Schlagzeile. Importeure, Händler und Flottenbetreiber in Mittel- und Osteuropa verfolgten Teslas europäischen FSD-Rollout mit einer einzigen Frage: Öffnen die Regulierer die Tür, blockieren sie sie — oder lassen sie einen Spalt offen? Ljubljana hat nun geantwortet — und mit der Anerkennung einer niederländischen Zulassung unterstrichen, wie schnell solche Entscheidungen durch den EU-Binnenmarkt wandern, sobald ein einziger Mitgliedstaat den ersten Schritt macht.



