Auf der Showroom-Landkarte von Zagreb steckt ein neuer Pin. Am 31. Oktober hat die spanische Marke EBRO ihre erste kroatische Vertretung in der Hauptstadt eröffnet — und den Moment genutzt, eine weit größere Ambition zu skizzieren: ein landesweites Netz von acht Zentren, während das Nachbarland Slowenien bereits in den Startlöchern steht.
Hinter dem Vorstoß steht eine SUV-Palette mit vier Modellen, wobei sämtliche für den kroatischen Markt bestimmten Fahrzeuge im Werk Ebro Factory in der Zona Franca von Barcelona montiert werden. Diese Fertigung aus einer Hand bedeutet, dass jede Auslieferung nach Kroatien zugleich die Barceloner Produktionsbasis der Marke stärkt — eine Verknüpfung, die EBRO als zentrale Dividende ihrer internationalen Expansion präsentiert.
Die Handelsoffensive startet, während institutionelles Kapital weiter in den Automobilsektor der Region fließt. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung stellt Selzer Automotive Bosnia ein Darlehen über 15 Millionen Euro bereit, um die Fertigungskapazität zu erweitern und die Produktion von Komponenten für Elektro- und Hybridfahrzeuge zu erhöhen. „Es ermöglicht uns, in neue Maschinen, fortschrittliche Fertigungstechnologien und eine erhöhte Produktionskapazität für Komponenten von Elektro- und Hybridfahrzeugen zu investieren“, sagt Geschäftsführer Michael Stötzel — ein Beleg dafür, dass der Automobilschwung Südosteuropas inzwischen Werkshalle und Showroom gleichermaßen erfasst.



