Stellantis zufolge verursacht ein fehlender Chip eines nicht genannten Zulieferers erhebliche Störungen bei der Fiat-Produktion in Italien; die Verknappung dürfte bis in den November und Dezember anhalten. Die Oktoberverkäufe sind bereits betroffen, und Lieferketten-Analysten verweisen auf Chip-Kosten und Single-Source-Abhängigkeiten als anhaltende Faktoren, die die europäische Produktion ausbremsen. Der Vorfall zeigt, wie anfällig Montagelinien bleiben, wenn eine einzige Komponente nicht ankommt.

Der Druck formt die Zulieferbasis inzwischen sichtbar um. Ein großer Komponentenhersteller mit Fabriken in Rumänien hat eine neue Restrukturierung angekündigt und plant, angesichts der Krise in der Branche fünf Standorte in Europa zu schließen und 3.460 Stellen abzubauen, berichtet Newsweek România. Da die Gruppe Werke auf rumänischem Boden betreibt, tragen die Kürzungen die Restrukturierungswelle direkt nach Mittel- und Osteuropa – mit Folgewirkungen für die Automobilbeschäftigten der Region und ihre westlichen OEM-Kunden.

Auf der Technologieseite baut sich ein weiteres Risiko auf. Analysten warnen, dass eine geplatzte KI-Blase finanziell instabile Zulieferer auslöschen und Kosten erhöhen könnte – obwohl die Automobilhersteller die Technologie weiterhin brauchen, berichtet Automotive News. Ihre Empfehlung ist klar: KI weiter nutzen, aber Partner sorgfältig wählen – ein Rat, der umso spitzer wird, je dünner die Zulieferlandschaft.

Die Produktplanung der OEMs läuft derweil unbeirrt weiter. Toyotas neuer Antriebsstrang für Kompaktfahrzeuge soll im Corolla der nächsten Generation und weiteren Modellen Einzug halten, während Europa auf Hybrid umschwenkt – für die USA ist er noch nicht bestätigt. Dacia wiederum könnte den Bridger in Serienform in Europa anbieten, um Emissionen zu senken; das Modell soll nächstes Jahr in Indien in den Verkauf gehen. Beide Programme hängen an einer Zulieferbasis, die zugleich Kapazitäten abbaut.

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