Berlin und Paris vertreten in der europäischen Industriepolitik eine härtere 'Made in Europe'-Linie, und die globale Zulieferbasis spürt den Druck. Laut einem Bericht der Deutschen Welle erhöht die deutsch-französische Initiative die Kosten für internationale Autozulieferer und löst in der gesamten Branche Bedenken hinsichtlich ihrer Wettbewerbsfähigkeit aus.

Am stärksten verlieren dürften Importeure. Aus Japan importierte Fahrzeuge würden die Anforderungen nicht erfüllen, so der Bericht, und auch südkoreanische Automobilhersteller könnten getroffen werden: Hyundai und Kia bauen zwar Fahrzeuge in Tschechien und der Slowakei, verschiffen aber auch Modelle aus Asien, die unter dem verschärften Regime nicht zählen würden.

Für Mittel- und Osteuropa hat das Kalkül zwei Seiten. Die tschechischen und slowakischen Werke verschaffen den koreanischen Konzernen eine qualifizierte Produktionsbasis innerhalb der EU und festigen die Rolle der Region als Fertigungsanker, während in Asien gebaute Importe gleichzeitig auf wachsende Hürden stoßen. Doch genau die Zulieferer, deren Komponenten diese Montagelinien beliefern, sehen sich unter der Initiative mit höheren Kosten und schärferen Fragen zur Wettbewerbsfähigkeit konfrontiert.

Kia signalisiert seinerseits langfristiges Engagement für seine europäische Präsenz. Kia Europe und TotalEnergies haben ihre Partnerschaft mit einer fünfjährigen Kooperationsvereinbarung bis 2031 verlängert, wie Factor Focus berichtet — ein verlängertes Lieferabkommen, das unterstreicht, wie tief die koreanische Marke inzwischen in das industrielle Gefüge des Kontinents verwoben ist.

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