Sloweniens Neuwagenmarkt wuchs im Oktober solide: 5.037 Pkw wurden erstmals zugelassen — 3,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie Zahlen zeigen, die Lider.si meldete. Doch dieses Gesamtplus unterschätzt die eigentliche Geschichte des Monats: Die Zulassungen von Elektroautos stiegen um fast 64 Prozent im Jahresvergleich — ein gewaltiger Sprung, der den Gesamtmarkt bei Weitem übertraf.
Die Schere zwischen Gesamt- und Elektrowachstum deutet auf einen Markt im Wandel hin. Die Gesamtnachfrage expandiert nur allmählich, doch die Käufer, die in die Showrooms zurückkehren, entscheiden sich zunehmend für elektrische Antriebe — die Elektrifizierung wird damit zum wichtigsten Wachstumsmotor. Für Händler, Importeure und Fuhrparkmanager in Mittel- und Osteuropa bieten Sloweniens Oktoberzahlen eine kompakte, aber lehrreiche Lektüre darüber, wohin sich die regionale Nachfrage entwickelt.
Dieses Nachfragesignal trifft auf ein unterstützendes politisches Umfeld für die gesamte Branche. Wie der Fachdienst MLex am 4. November berichtete, verschärft die Europäische Kommission die Prüfung der Luxussteuern und technischen Standards, mit denen Handelspartner Autoexporte beschränken — europäische Autobauer, die auf solche Barrieren stoßen, sollen stärkere Unterstützung erhalten. Für Hersteller, die die Nachfrage genau im Blick haben, würden solidere Bedingungen auf den Exportmärkten das Wachstum ergänzen, das sich inzwischen in den heimischen Zulassungsdaten zeigt.



