Das slowakische Technologieunternehmen INO‑HUB Energy stellte am 3. November 2026 auf seinem ersten INO‑HUB Energy Tech Day in Bratislava einen kommerziellen Prototyp einer Vanadium‑Redox‑Flow‑Batterie (VRFB) vor. Auf der Veranstaltung — mit Kunden, Technologiepartnern und einer Delegation der Europäischen Kommission — wurde der Prototyp als langdauerndes Batterie‑Energiespeichersystem für Industrieanlagen und Energieinfrastruktur präsentiert.

Prototyp, Finanzierung und technische Angaben

INO‑HUB beschrieb das Gerät als kommerziell skalierbare VRFB‑Einheit, ausgelegt auf lange Lebensdauer und hohe Sicherheit. Das Unternehmen wies darauf hin, dass Vanadium‑Systeme eine unabhängige Skalierung von Energiekapazität und Leistungsausgang erlauben. Geschäftsführer Rudolf Sihlovec erklärte den Teilnehmenden, die Technologie biete „lange Lebensdauer, Sicherheit und Flexibilität“ und dass die F&E‑Arbeiten des Unternehmens sich vom Labormaßstab zu Kundeninstallationen bewegen.

Das Unternehmen gab an, seine Arbeit werde mit europäischer Förderung in Höhe von „mehr als €17 Millionen“ unterstützt und dass Vertreter der Europäischen Kommission an der Präsentation in Bratislava teilnahmen. INO‑HUB hob außerdem eine hausinterne Software‑Schicht namens AORTA+ hervor, die KI nutzt, um Energieanlagen zu modellieren, zu optimieren und zu steuern sowie Lösungen an Kundenlast‑ und Erzeugungsprofile anzupassen.

Vom Prototyp zur Produktion

INO‑HUB teilte den Teilnehmenden mit, dass das Unternehmen eine Produktions‑ und F&E‑Anlage in Kysucké Nové Mesto plane; das Unternehmen verfüge bereits über eine gültige Baugenehmigung und habe Ausführungspläne für das Werk fertiggestellt. Die Präsentation umfasste eine technische Führung durch das vor Ort in Bratislava aufgestellte Prototyp‑BESS sowie Diskussionen zu möglichen industriellen Anwendungsfällen wie Netzregelung, Einspeisesicherung erneuerbarer Energien und Spitzenlastabdeckung bei großen Energieverbrauchern.